Keine neuen Anlagen zur Massentierhaltung

2011 lag der Stadt ein Antrag zur Errichtung einer Hähnchenmastanlage vor. Knapp 40.000 Küken sollten dort nach ca. 6 Wochen mit entsprechend kräftigem Futter schlachtreif aufgepäppelt werden. Bei knapp 2000 qm Bodenhaltung bleiben in solchen Anlagen jedem Hähnchen dann 0,05 qm, also weniger als ein DIN A4 Blatt (0,0625 qm). Dann werden diese nie tageslichtsehenden und gestressten Tiere weggebracht. Danach kommen die Neuen.

Neue Arbeitsplätze entstehen dadurch nicht. Ein Landwirt mit entsprechender Fläche stellt  lediglich die Anlage zur Verfügung, überwacht den Betrieb und überlässt Lieferung und Abholung der Tiere Großbetrieben aus Norddeutschland und den Niederlanden, die auch für das Futter sorgen.

 

Nicht nur wegen der Umweltbelastung durch Feinstaub, Ammoniak etc. und der aus unserer Sicht nicht artgerechten Haltung passen solche industriellen Anlagen nicht in die Schmallenberger Landschaft. Hier waren sich erfreulicher Weise alle Mitglieder des Stadtrates einig und wollten auch alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um solche Einrichtungen zu verhindern!

 

Der betreffende Landwirt hat inzwischen nach vielen persönlichen Gesprächen mit Politikern, Gastronomen und Gesundheitsdienstleistern diese Pläne aufgegeben.

 

Um solche Anlagen künftig auch bundesweit zu verhindern, hatten die Grünen im Bundestag eine Gesetzesvorlage zur Änderung des Baugesetzbuches eingebracht. Leider wurde der Antrag Ende Februar 2011 mit den Stimmen der CDU/CSU/FDP abgelehnt, SPD und Linke haben sich enthalten. Aus unserer Sicht unverständlich, dass sogar unser heimischer Bundestagsabgeordneter, Herr Dr. Patrick Sensburg (CDU) dagegen gestimmt hat....! Immerhin hat ein bayrischer CSU Kollege dem Antrag der Grünen zugestimmt.